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Rote Karte kippt die Partie

Castrop-Rauxel. Die ersten Flecken auf der weißen Weste handelte sich der KV Adler Rauxel im letzten Punktspiel dieses Jahres ein. Gegen den Schweriner KC kassierte der Regionalliga-Spitzenreiter nach acht Siegen in Folge mit 13:16 seine erste Niederlage. Der HKC Albatros schaffte den ersten Sieg.

Schweriner KC 1 – KV Adler Rauxel 1 16:13 (5:6).

Ganz so souverän wie man es angesichts des Tabellenstandes hätte annehmen können, gingen die Adleraner mit der ersten Nullnummer dieser Hallensaison allerdings nicht um. Die Gemüter erhitzten sich an einem Feldverweis in der 42. Spielminute. Rauxels Patrick Fernow sah nach einem Foulspiel gegen den SKC-Youngster Pascal Stamm direkt den roten Karton.

„Eine ziemlich harte Entscheidung”, kritisierte Stefan Strunk die Maßnahme des Schiedsrichters Georg Berkel, „klar kann man es als Foulspiel werten, und Gelb wäre auch vertretbar gewesen”. Doch der Adler-Coach war insgesamt nicht gut zu sprechen auf die Leistung des Referees und seines Assistenten Daniel Köhler. Auch sonst habe es einige Entscheidungen gegeben, die aus Adler-Sicht doch recht „unverständlich” gewesen seien.

Nicht nur für Strunk war dieser Feldverweis die spielentscheidende Situation. Auch Schwerins Lennart Schwirtz sah das so: „Adler lag zu diesem Zeitpunkt schon mit vier Körben vorn”, räumte der SKC-Kapitän ein, „und wir hatten uns da eigentlich nichts mehr ausgerechnet”.

„Jetzt bloß nicht einbrechen“

Kurz zuvor hatten die Schweriner in einer Auszeit nochmal versucht, alle Kräfte zu mobilisieren: „Jetzt bloß nicht einbrechen, lasst uns die Partie mit Anstand zu Ende bringen”, hieß es da. Der Liga-Primus Adler Rauxel hatte bis dahin so gespielt, wie schon des Öfteren in dieser Saison: Nur langsam Fahrt aufgenommen, aber dann mit einem Zwischenspurt für klare Verhältnisse gesorgt.

Doch dann kam die rote Karte, und die Partie kippte. Dem Aufsteiger vom Schweriner Berg gelang es, die Überzahl zu nutzen, schaffte den 11:11-Ausgleich und setzte sich in der Schlussphase von 13:13 auf 16:13 ab.

„Ohne diese Überzahl wäre das den Schwerinern nicht gelungen”, urteilt Stefan Strunk. Der Adler-Trainer führte ins Feld, dass sein Team trotz Unterzahl in der Lage war, die Partie bis zum 13:13 in der 57. Minute weiter offen zu halten: „Wir haben sogar noch zweimal eine Führung vorgelegt”. Ja, doch, der Stachel der ersten Niederlage saß tief.

Lob für die SKC-Youngster

Im Schweriner Lager freute man sich indes über den vierten Sieg in Folge, mit dem der zweite Tabellenplatz gefestigt wurde. „Wir haben ein sehr junges Team”, erläuterte Lennart Schwirtz, der mit 22 Jahren an diesem Tage der „Oldie” seiner Mannschaft war. Denn für die beiden Urlauber Susanne Alberts und Julian Schittkowski wurden mit dem 18-jährigen Pascal Stamm und der sogar erst 15-jähjrigen Jugendspielerin Ina Heinzel zwei regelrechte „Korfball-Küken” ins kalte Wasser geworfen. „Und die haben ihre Sache richtig gut gemacht”, sparte Schwirtz nicht mit Lob. Und schließlich konnte sich auch Thomas Lipperheide den SKC-Erfolg ans Revers heften. Der Co-Trainer vertrat den „Chef-Coach” Martin Kamphuis, der wegen des Wintereinbruchs in Holland feststeckte und nicht zum Spitzenspiel anreisen konnte.

Albatros verkürzt den Rückstand

HKC Albatros – SG Pegasus Rommerscheid 18:17 (9:8).

Im neunten Anlauf hat es endlich geklappt mit dem ersten Saisonsieg für die Korfballer aus Henrichenburg. Im „Kellerduell” mit dem Tabellenvorletzten holten die HKC-Werfer einen hauchdünnen 18:17-Sieg heraus, den Christina Melis mit einem Treffer in der 58. Spielminute sicherte. Zuvor hatten die Albatrosse, im Hinspiel noch klarer 8:13-Verlierer, eine deutliche Vier-Körbe-Führung noch hergegeben. Die Rheinländer drehten den Spieß sogar nochmal zur 13:12-Führung um, ehe Henrichenburgs Schlussspurt von Erfolg gekrönt war. Damit hat der Tabellenletzte den Abstand zur SG Pegasus auf drei Punkte verkürzt.

von Ralf Schacht

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