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Trainer-Gespann der Nationalmannschaft gibt Ämter ab

Auch Kuklinski hört auf
Dem deutschen Korfball steht ein gewaltiger Umbruch ins Haus. Nationaltrainer Thorsten Cramer (KC Grün-Weiß) gibt sein Amt ab. Ebenso dessen Co-Trainer Thomas Kupka (TuS Schildgen) und Harold Kuklinski (Castrop-Rauxel), der die deutsche U23-Auswahl nur noch bis zum Ende der Weltmeisterschaft im November betreuen wird.

Den Abschied dieses Trainer-Trios bestätigte Kupka selbst – in seiner Funktion als Mitglied des Technischen Komitees Korfball (TK) im Deutschen Turner-Bund (DTB). Lediglich Henning Eberhardt (TuS Wesseling), derzeit Co-Trainer der U23-Auswahl, sowie der in den Niederlanden spielende Andre Heppner (HKC Albatros), mit Eberhardt gemeinsam für das U19-Team zuständig, würden wie bisher weiter machen, betonte Kupka. "So schnell wir möglich" (Kupka) soll es nun eine Ausschreibung für die offenen Posten geben: "National wie international, wir haben da keine Einschränkung." Bei der Trainersuche zähle nur das Fachwissen. Berufliche und private Gründe hätten den Ausschlag für die Rücktritte gegeben, erklärte Kupka: "Die Entscheidung steht in keinem Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft im letzten Jahr." Damals hatte die deutsche Mannschaft enttäuscht und nur den elften Platz belegt.

Die Suche nach den neuen Trainern liegt nun in der Hand von Nationalspieler Fabian Rodenbach (TuS Schildgen), Landesfachwart Detlef Dülfer (Castrop-Rauxel/KJ Lünen) und eben Kupka. Und es eile, wie Kupka betonte. Für Weihnachten sei die deutsche Nationalmannschaft zu einem Vier-Nationen-Turnier nach Spanien eingeladen, unter anderem mit Weltmeister Niederlande. "Wir haben bei der WM zwar schlecht abgeschnitten", erklärte er, "aber diese Einladung zeigt, dass man anerkennt, dass wir modernen Korfball spielen."

Cramers Abschied zeichnete sich ab – Beruflich in Hamburg
Thorsten Cramers Abschied als Nationaltrainer der Korfballer war offenbar nur eine Frage der Zeit. Er ist in inzwischen in verantwortlicher Position bei einem weltweit agierenden Elektronik-Konzern tätig, pendelt deshalb seit geraumer Zeit zwischen seinem Wohnort Castrop-Rauxel und dem Dienstsitz Hamburg. Er hatte sich vor Jahresfrist zunächst als Club-Trainer des KC Grün-Weiß, danach dann auch vom Präsidenten-Posten der „Grün-Weißen“ zurück gezogen. Schon damals sagte er, man müsse sehen, wie sich das Amt des nationalen Übungsleiters künftig mit seiner beruflichen Situation vereinbaren lasse. "Den Weg für einen Neuanfang", will Thomas Kupka frei machen. Cramer als Nationaltrainer wolle er nicht beerben. "Ich will mich auf den TuS Schildgen konzentrieren", betonte der seit jüngstem dreifache Vater. Auch seine Aufgabe im TK will er deshalb nach vollendeter Trainersuche abgeben: „Ich helfe allerdings gerne weiter.“ Gemeinsam mit Cramer hatte Thomas Kupka nach den World Games 2005 die Nationalmannschaft geführt und ein Zukunfts-Konzept für den deutschen Korfball ausgearbeitet. Kupka: "Das ist sicher nicht manifestiert; ein neuer Trainer wird da sicher Einfluss drauf nehmen."

Harold Kuklinskis Rückzugs-Ankündigung kommt zumindest für Außenstehende vier Woche vor Beginn der U23-WM in Taiwan eher unerwartet. Allerdings, die Spieler des Bronzemedaillen-Gewinners von 2004 seien vorab informiert gewesen, sagte Kupka. Kuklinski war bis zum Sommer zugleich als Cramer-Nachfolger Coach beim KC Grün-Weiß, hatte dort aber auch schon familiäre Gründe für sein Ausscheiden genannt.

08. Oktober 2008 | Quelle: Ruhr Nachrichten-Castrop-Rauxel