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Tanz auf drei Hochzeiten

Eine erfolgreiche Saison legt der KV Adler Rauxel hin. Das Bayern München des Korfballsports tanzt nach wie vor auf drei Hochzeiten.

Den ersten Tanz hat das Castrop-Rauxeler Aushängeschild bereits hinter sich. Beim Eurocup der Landesmeister erreichte die Truppe von Trainer Stefan Strunk im Januar durch ein 13:12 gegen Russlands Meister STU Orel den dritten Platz – zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 landete ein deutscher Klub wieder auf dem begehrten Treppchen.

Auch im Pokal-Wettbewerb „KO-ED-Cup“ mischen die Adleraner weiter mit, der Titelverteidiger steht nach dem sicheren 19:9 gegen den Verbbandsligisten TuS Schildgen 3 im Viertelfinale.

Nun steht der vorletzte Spieltag der Regionalliga auf dem Programm, und da können die Adleraner den vorzeitigen Titelgewinn unter Dach und Fach bringen. Mit vier Punkten Vorsprung vor dem Schweriner KC geht der Vorjahres-Champion in die beiden letzten Partien – die Strunk-Truppe ist folglich so gut wie „durch“. Allenfalls ein Entscheidungsspiel ist noch drin, nämlich wenn Adler nicht mehr punktet und der SKC noch zwei Siege landet.

So weit die graue Theorie. Die Praxis stellt sich anders dar: Schon ein Remis am Sonntag (28.) im rheinischen Wesseling gegen den Selmer KV (5.) reicht dem KV Adler Rauxel zum erneuten Titelgewinn. Es wäre die vierte Hallenmeisterschaft in Folge: In der Saison 2006/07 machten die Rauxeler das Rennen in der damaligen WTB-Verbandsliga, und nach der Liga-Reform holten sie 2007/08 und 2008/09 die beiden Titel in der neuen Regionalliga.

Fest steht bereits, dass der Schweriner KC die Saison als Vizemeister abschließen wird. Ein toller Erfolg für den Aufsteiger, der vom Niederländer Martin Kamphuis trainiert wird. Am Sonntag trifft der SKC in Wesseling auf den Tabellenletzten HKC Albatros, dem der Abstieg wegen der anstehenden Liga-Aufstockung von sechs auch acht Teams erspart bleibt. Abzuwarten bleibt, ob die Henrichenburger den Schwung vom Turniererfolg von in Groningen mit in diese Partie nehmen können.

In der dritten Begegnung des Sonntages treffen die rheinischen Rivalen TuS Schildgen (3.) und SG Pegasus (4.) im bedeutungslosen Mittelfeldduell aufeinander.

von Ralf Schacht