Willkommen
beim KC Grün-Weiss

Ruhender Pol im Turniertrubel

20.01.2009, Stephan Falk,
Castrop-Rauxel. Der KV Adler Rauxel hat sich auf den Weg nach Zaanstad zur Eurocup-Endrunde der Korfballer gemacht. Der frühere Trainer Dieter Fernow ist jetzt Team-Manager.

Dieter Fernow wird genug zu tun haben. Insofern ist die Frage, was er vermissen wird, wenn er nicht als Trainer des KV Adler Rauxel ab heute bei der Eurocup-Endrunde in Zaanstad/Niederlande dabei ist, müßig. Was er ausdrücklich nicht vermissen wird, das weiß er aber schon: „Den Stress.”

Den Stress, den ein Trainer beispielsweise hat, wenn er in aller Kürze Entscheidungen treffen muss. So wie Adler-Trainer Stefan Strunk, der womöglich das gesamte Turnier über ohne Martin Schwarze (Studium) auskommen muss, auf jeden Fall aber ohne die verletzte Katharina Holtkotte.

Die sportliche Verantwortung hat Dieter Fernow im vergangenen Jahr an Stefan Strunk abgegeben. In diesem Jahr in Zaanstad sind es Jobs rund um die Mannschaft, die Fernow erledigt. Unter dem Stichwort „Organisation” versammelt sich das Turnier-ABC fürs Rauxeler Team von Akkreditierungen, Meldungen, Essen, Unterkunft, den Kontakt zu den Funktionären vor Ort undundund. Kurzum: All die Dinge, die unerlässlich sind und sich zu einem Haufen Arbeit summieren, sind zu erledigen. Und dabei für die Mannschaft immer auch der „ruhende Pol”, so Fernow, im Turniertrubel zu sein.

Gestern nachmittag um 15.30 Uhr ist die 17-köpfige Adler-Delegation Richtung Großraum Amsterdam losgefahren. Erster Gegner ist heute der russische Vertreter.

Als Klasse für sich, wie üblich, lassen sich die Teilnehmer aus Holland und Belgien verorten, aber die übrigen sechs Teams, so Fernow, bildeten ein homogenes Teilnehmerfeld. Da sei vieles möglich. Vielleicht das Spiel um Platz drei, ebenso das Match um Rang sieben.

An Holland und Belgien kommt aber niemand vorbei. Fast wäre es 1980 mal soweit gewesen, da stand gar Adler Rauxel im Finale. Spieler damals: Dieter Fernow. Genaues Endergebnis: Heute unbekannt. Jedenfalls verloren. Nur so viel: „Wir hatten erst zwei Stunden vor dem Finale gespielt, gingen da schon mit Krämpfen rein, und dann ging’s auch noch über zweimal 45 Minuten”, erinnert sich Fernow.

Es dürfte damals ziemlich stressig gewesen sein.