Willkommen
beim KC Grün-Weiss

Pellny-Rücktritt: KC Grün-Weiß Chef Hensel über die Hintergründe

CASTROP-RAUXEL Überraschend ist Korfball-Trainer Patrick Pellny von seinem Amt beim KC Grün-Weiß zurückgetreten. Florian Kopshoff sprach mit dem Vereinsvorsitzenden Edgar Hensel über die Konsequenzen.

Frage: Herr Hensel, wie hat Patrick Pellny Ihnen gegenüber seinen Abschied begründet?

Edgar Hensel:</strong> Er war in letzter Zeit einfach überlastet. Patrick sagte mir, „ich bin leer“. Er habe selbst keine Power mehr gehabt und dem Team daher auch nichts mehr weitergeben können.

Wie kam es zu dieser Überbelastung?

Hensel: Patrick hat in den zweieinhalb Jahren, in denen er bei uns Trainer war, die erste und zweite Mannschaft trainiert, fuhr noch zweimal pro Monat in die Niederlande um sich sportlich weiterzubilden, musste in letzter Zeit mehr arbeiten. Die Vorbereitung hat noch ganz gut funktioniert. Er selbst sagte mir aber, er mache jetzt nur noch „Schwellentraining“. Das bedeutet, er überlegte sich die Übungseinheiten erst in der Türschwelle zur Sporthalle.

Wie groß ist die Lücke die Pellny im Verein hinterlässt?

Hensel: Sehr groß. Während man einen guten Trainer hat, macht man sich darüber keine Gedanken. Wenn er aber weg ist, bemerkt man erst wie schwierig es ist, einen passenden Ersatz zu finden. Besonders der zweiten Mannschaft wird Pellny als Trainer sehr fehlen.

Wie sieht die Lösung für die laufende Saison aus?

Hensel: Erst einmal werden André Heppner und Marcel Balzuweit das Training als Spielertrainer übernehmen. Eine Lösung auf lange Sicht ist das aber nicht. Gerade in den Spielen braucht es einen Coach an der Seitenlinie.

Viele Vereine sehen sich nach Trainern in den Niederlanden um.

Hensel: Das werden wir wohl nicht. Ich bin schließlich Vorsitzender eines Gesamtvereins und nicht einer ersten Mannschaft. Ein niederländischer Trainer hilft nur dem ersten Team und kostet einen Haufen Geld.

Ist eine Rückkehr von Patrick Pellny ausgeschlossen?

Hensel: Das weiß ich im Moment nicht. Ich habe ihm aber gesagt, dass die Tür für ihn jederzeit offen steht.

von Florian Kopshoff