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Nun Revanche gegen England

Der auf dem Korb tanzt: In der Zwischenrunde gegen Belgien traf Deutschland leider nur acht Mal. Foto: Privat
Deutschlands Auswahl hat im Halbfinale gegen den Topfavoriten Niederlande keine Chance.
Immerhin: Kuklinski-Team mit der "besten Gegentrefferquote" aller Teams.

KORFBALL EUROPAMEISTERSCHAFT DER U21-JUNIOREN Die Korfball-Hierarchie bleibt gewahrt: Im Halbfinale der U21-Europameisterschaft in Porto Salvo (Portugal) unterlag Deutschland dem Titelverteidiger Niederlande gestern Abend mit 5:21 (2:11) und spielt heute voraussichtlich gegen England um Bronze.

"Unter dem Strich war unsere Leistung ganz ordentlich", so das erste Fazit von Harold Kuklinski, "mehr ist gegen ein solches Klasseteam einfach nicht drin." Natürlich hätte sich der Auswahltrainer "vielleicht zehn Körbe" gegen die Niederländer gewünscht, aber das ließ der Topfavorit längst nicht zu.

"Das Korfballvokabular reicht kaum aus, um die Klasse des niederländischen Teams zu beschreiben", schwärmte Pressesprechen Jochen Schittkowski, "treffsicher, schnell, kombinationsstark und variantenreich". Gerade letzteres machte dem Kuklinski-Team zu schaffen: "Kaum auszurechnen, das ist schon eine Klasse für sich". Den Spielflusss zustören, das gelang lediglich ansatzweise, und selbst auf eine gute Trefferquote zu kommen – schier unmöglich. Immerhin durften Henning Schmidt (2), Lennart Schwirtz, Tim Wagler und Hendrik Menker mal ran. Mehr ging wirklich nicht.

Dennoch: Mit den 21 Gegentreffern ließen die deutschen U21-Junioren die "niedrigste" Korbausbeute der Niederländer bei diesem Turnier zu. Irgendwie ein "Trost" – mehr nicht.

Gegen den alten und wohl auch neuen Europameister setzte Harold Kuklinski gestern zwölf Akteure ein. Zum einen sollten die Spieler, die gegen Tschechien, Belgien und Russland den Weg ins Halbfinale geebnet hatten, ein wenig für das heutige Spiel um die Bronzemedaille geschont werden, und zum anderen hatten sich auch die "Reservisten" ihren Einsatz verdient.

Im "kleinen Finale" geht esheute erneut gegen England. Gegen dieses Team haben die Kuklinski-Schützlinge bekanntlich noch eine Rechnung zu begleichen, denn zum EM-Auftakt gab es eine unglückliche 9:10-Niederlage. "Wir haben das zuvor genannte Ziel der Bronzemedaille dicht vor Augen, und die werden wir uns jetzt auch holen", zeigt sich Harold Kuklinski ebenso kämpferisch wie selbstbewusst.

"Die Niederländer sind schlicht eine Klasse für sich."

10.11.2006 Von Ralf Schacht , WAZ-Castrop-Rauxel