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Nostalgischer Abschied

 
Vor der Anfang 2009 geplanten Schließung wurde am und im Stephanushaus noch einmal gefeiert.Ausstellung dokumentiert fünf Jahrzehnte. Gebäude soll nicht verkauft werden Zum Ende hin schwappte die Evangelische Kirchengemeinde Ickern-Henrichenburg noch einmal auf einer Welle der Nostalgie. Dass ihr Stephanushaus Anfang nächsten Jahres geschlossen wird, das können sie nicht ändern, sein 50-jähriges Bestehen noch einmal feiern, das allerdings schon. Und so ließen sie beim Pfarrfest am Wochenende fünf Jahrzehnte Revue passieren.

Vergangene Zeiten, wo man hinschaute. Die Frauenhilfe und das Küsterehepaar Kerlin hatten tief in den Archiven gekramt und überraschten die Gäste mit einer Ausstellung zur Geschichte des Hauses. Im benachbarten Kindergarten, der ebenfalls sein 50-Jähriges feiert, hatten die Erzieherinnen eine eigenen Präsentation auf die Beine gestellt. Einen Nachgeschmack darauf, was die Damen damals zur Einweihung des Stephanushauses 1958 getragen haben dürften, bekamen die Gäste bei einer Modenschau mit Kleidern, Hüten und anderen Accessoires aus den 50er Jahren.

"Was aus dem Haus wird, steht noch nicht fest. Verkauft wird es definitiv nicht", betonte Pfarrer Wolfram Winckler, der sich eine Folgenutzung als Vereins- und Begegnungszentrum sehr gut vorstellen kann. Die Jugend der Gemeinde allerdings brauche sich keine Sorgen zu machen. "Das Jugendcafé bleibt", verspricht der Pfarrer.

Wie sehr Ickerner und Henrichenburger nach der Fusion zusammengewachsen sind, offenbart sich nicht zuletzt bei Festen wie dem am Wochenende. Im jährlichen Wechsel feiert die Gemeinde einmal in Ickern und dann in Henrichenburg. Und so ist es jedes Mal eine Selbstverständlichkeit, dass die Gäste vom jeweils anderen Stadtteil helfen und mitfeiern. "Die Fusion war nicht nur nötig, sie hat allen Menschen gut getan", freut sich Wolfram Winckler über die neuen Impulse.

Der Erlös des Festes wird geteilt. Ein Teil kommt dem Partnerkirchenkreis in Bukavu/Zaire zu Gute. Der Rest wird für die Unterhaltung der Jugendräume verwendet.