Willkommen
beim KC Grün-Weiss

Niederlande warten im Halbfinale

Auch wenn sie insgeheim damit geliebäugelt haben, die deutsche Mannschaft hat bei der U21-Europameisterschaft in Portugal die Korfball-Welt nicht aus den Angeln heben können.
Das Team von Trainer Harold Kuklinski (KJ Lünen) musste sich in seinem zweiten und letzten Zwischenrundenspiel in Oeiras dem EM-Finalisten von 2002, Belgien, mit 8:15 (7:10) geschlagen geben. Deutschland trifft als Gruppenzweiter nun am Freitag, 10. November, im Halbfinale auf den Titelverteidiger Niederlande. Die Holländer wurden durch ein 28:5 gegen Großbritannien in ihrer Gruppe Erste.

Leise Hoffnung geplatzt

Die leisen Hoffnungen der deutschen Mannschaft auf eine Überraschung gegen Belgien zerplatzten nach der Pause völlig. Gerade einmal einen Korb erzielten die Deutschen in der zweiten Halbzeit – durch den für Henning Schmidt (KV Adler Rauxel) eingewechselten Tim Wagler (TuS Schildgen) zum 8:15-Endstand (56.). Das war zu wenig, wie auch Kuklinski befand: "Wenn in einer Halbzeit nur ein Korb gelingt, kann man ein so wichtiges Spiel nicht gewinnen." Womöglich wäre bei einer besseren Trefferausbeute mehr drin gewesen für Deutschland. Schließlich traf auch Belgien nach dem Seitenwechsel nur noch siebenmal ins "Schwarze".

26 Minuten ohne Korb

"Wir waren nicht so schlecht, wie es die sieben Körbe Unterschied vielleicht andeuten", betonte der deutsche Coach, "der Sieg fiel zu hoch aus." Zumal zu Beginn offensichtlich beide Mannschaften, also auch Belgien, Respekt voreinander hatten.

Erst zwischen der 10. und 17. Minute setzte sich Belgien erstmals wirklich ab – von 3:3 auf 6:3. Martin Schwarze (KV Adler Rauxel) verkürzte auf 4:6 (18.), doch Belgien legte auf 9:4 bis zur 25. Minute nach. Bis zur Pause hielten Lennart Schwirtz (Schweriner KC/5:9), Hendrik Menker (Selmer KV/6:9) und Linda Schiller (KC Grün-Weiß/7:10) den deutschen Rückstand im Rahmen.

Wirkliche Schwiergkeiten offenbarten die Deutschen erst nach dem Seitenwechsel: Lange 26 (!) Minuten blieben sie ohne Korberfolg, ehe Wagler zum 8:15-Endstand traf. – carlo

09. November 2006 | Quelle: RN-Castrop-Rauxel