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Lehrreicher Dämpfer

Castrop-Rauxel, 23.10.2008, Ralf Schacht,
Im vorletzten Test vor der WM in Taiwan gab es für die U23-Junioren eine Niederlage. Trainer Harold Kuklinski wird nach der WM aufhören. Auch die Senioren-Auswahltrainer Thorsten Cramer und Thomas Kupka geben aus beruflichen und privaten Gründen ihre Ämter auf.

Eine gute Woche vor dem Eröffnungssspiel der Weltmeisterschaft in Taiwan gegen den Titelverteidiger Niederlande hat die U23-Auswahl der Korfballer einen kleinen Dämpfer erhalten. Im vorletzten Testspiel vor der Abreise nach Asien am nächsten Mittwoch (29.) mussten sich die Schützlinge von Auswahltrainer Harold Kuklinski dem niederländischen Erstligisten SKF Veenendaal mit 13:26 geschlagen geben.

Dabei konnten Deutschlands Korbwerfer nicht ganz an die guten Leistungen beim 11:25 gegen den U23-Weltmeister Niederlande anknüpfen. Speziell in der zweiten Halbzeit habe das U23-Team den Faden verloren, als man die taktischen Vorgaben nicht mehr umsetzen konnte. Doch darin sah Kuklinski nicht nur Negatives: „Lehrreich war’s”, so das Fazit des U23-Trainers, der sein Amt nach der Weltmeisterschaft aufgeben wird.

Letzter Test am Samstag in Bennekom
Am Samstag (25.) wird die U23-Auswahl ihr letztes Testspiel bestreiten. Erneut ist ein Team aus der niederländischen Top-Liga „Hoofdklasse” der Gegner. Neben dem Spiel beim DVO Bennekom wird es dort noch ein Training und eine Abschlussbesprechung geben. In Bennekom sollen die verletzten Akteure Kathrin Hermann (Adler Rauxel) und Hendrik Menker (Selmer KV) zum Kader stoßen, lediglich auf Henning Schmidt müsse man noch verzichten.

Der als einer der Schlüsselspieler geltende Adleraner wird die Reise nach Taiwan aber auf jeden Fall mit antreten. „Wir müssen abwarten, wie schnell er seine Verletzung auskurieren kann, möglicherweise wird er im Eröffnungsspiel gegen die Niederlande am 1. November noch nicht eingesetzt”, so der Trainer des WM-Dritten von 2004, „wir sind aber zuversichtlich, dass Henning für die vermutlich entscheidenden Vorrundenspiele gegen Russland und gegen Tschechien fit wird”. Diese Begegnungen finden am 4. und 5. November statt.

Kräftige Zäsur bei den Auswahltrainern
Bereits im Vorfeld der U23-WM hatte Harold Kuklinski seinen Rückzug vom Amt des Auswahltrainers aus familiären Gründen angekündigt. Damit steht Deutschlands Korfballszene vor einer kräftigen Zäsur. Denn erst vor einigen Wochen hatten nach Informationen auf der Korfball-Homepage auch die beiden Trainer des Senioren-Nationalteams, Thorsten Cramer (GW Castrop) und Thomas Kupka (TuS Schildgen), ihre Rücktritte erklärt. Bei Cramer seien es berufliche Gründe (er arbeitet in Hamburg), und der frühere Adler-Rekordnationalspieler Kupka wolle sich aus privaten Gründen auf seine Arbeit als Vereinstrainer beim Regionalligisten TuS Schildgen konzentrieren.

Als Mitglied des Technischen Komitees Korfball (TK) im Deutschen Turnerbund werde Kupka nun die Suche nach neuen Trainern mitorganisieren, danach womöglich auch dieses Amt aufgeben. Die vakanten Trainerpositionen sollen nun ausgeschrieben werden, ohne nationale Beschränkung.

U16-Junioren werden stark gefordert
Stark gefordert wurde die U16-Korfballjunioren des Westfälischen Turnerbundes (WTB) im Testspiel gegen die Verbandsliga-Senioren von GW Castrop 3. Und das war für die Trainer Patrick Pellny und Tim Langhorst das Wichtigste.

Die jungen Korfballer boten beim 5:6 über dreimal 20 Minuten eine gute Leistung. Das Trainerduo war mit der Wurfquote und der Einstellung der Akteure sehr zufrieden. An der Trefferquote und der Abstimmung bei den Laufwegen müsse bis zum Vierländerturnier am 1. November in Dordrecht (Niederlande) allerdings noch Feinarbeit geleistet werden. Die Auwahltrainer nutzen dieses Spiel, um verschiedene Fachbelegungen auszuprobieren, so kamen auch alle Spieler zum Einsatz.

 „Diese Partie hat gezeigt, dass es richtig war, gegen ein Seniorenteam anzutreten”, sagte Pressesprecher Edgar Hensel, „unsere Junioren wurden von den Ickerner Grün-Weißen sehr stark gefordert”. Die Körbe für die U16-Auswahl des WTB erzielten Anissa Wild (Schweriner KC/2), Jan Rzisnik (HKC Albatros/1) und Lucas Frohnhöfer (HKC Albatros/2).