Willkommen
beim KC Grün-Weiss

Kür voller Ehrgeiz

Die vermeintlich gute alte Zeit ist im deutschen Korfball seit dem letzten Wochenende vorbei – vorläufig zumindest. Seit den ausgehenden 80-er Jahren des letzten Jahrhunderts schien es in den Regeln der Korbjäger festgelegt zu sein, dass das Duell zwischen den Abonnement-Meistern KV Adler Rauxel und KC Grün-Weiß zur Findung des jeweiligen Verbandsliga-Titelträgers zu dienen habe.

Das ist vor dem erneuten "Gipfeltreffen" früherer Jahre am Sonntag, 25. Februar, Vergangenheit. Der Titelverteidiger KC Grün-Weiß 1 (3./16:8 Punkten) hat mit dem 8:10-Patzer gegen den Schweriner KC (7./7:17) die Adleraner selbst zu seinem Nachfolger erkoren.

Das bisherige Pflichtprogramm in der Meister-Entscheidung ist zur Kür geworden. Dennoch wollen beide Teams das direkte Duell von Vorgänger und Nachfolger ernsthaft angehen. So kündigte GW-Trainer Thorsten Cramer gleich nach der Niederlage gegen Schwerin an: "Für ein Spiel gegen Adler hat jeder Spieler seinen persönlichen Ehrgeiz." Schließlich könnten einige seiner Akteure gegen den neuen Meister wieder einmal "auf adäquatem Niveau" spielen.
Unterdessen hofft der Schweriner KC nach seinem Überraschungs-Erfolg in der Vorwoche gegen die "Grün-Weißen" auf den nächsten Sieg. Denn nur mit einem doppelten Punktgewinn gegen den TuS Wesseling (6./10:14) wahrte das Team von Trainerin Monika Halberstadt seine rechnerische Chance auf den sechsten Platz und damit die Qualifikation für die künftige Regionalliga. Rivale HKC Albatros (5./10:14) hat diesmal spielfrei. Die Henrichenburger spielen am nächsten Wochenende gegen den TuS Schildgen (4./12:10), bevor es eine Woche darauf zum "Regionalliga-Endspiel" gegen Schwerin kommen könnte.

Das bereits abgestiegene "Schlusslicht" KC Grün-Weiß 2 (0:22) bekommt es mit dem TuS Schildgen zu tun. – carlo
23. Februar 2007 | Quelle: RN-Castrop-Rauxel