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HKC-Trainer Jörg Mehlmann: „Alles ist möglich“

Von Jörg Laumann am 17. Februar 2009 16:38 Uhr
CASTROP-RAUXEL Mit dem 17:13-Sieg über den KC Grün-Weiß hat sich der HKC Albatros für die erstmals ausgetragenen Play-Offs in der Korfball-Regionalliga qualifiziert. RN-Mitarbeiter Jörg Laumann sprach mit Albatros-Trainer Jörg Mehlmann über diesen Erfolg und die Chancen im Kampf um die Meisterschaft.

Herr Mehlmann, hatten Sie mit diesem Erfolg im entscheidenden Spiel gegen den KC Grün-Weiß gerechnet?
Mehlmann: Es ist schwierig zu sagen, ob man mit einem solchen Erfolg überhaupt rechnen kann. In diesen entscheidenden Spielen zum Saisonende, in denen es um alles geht, ist vieles möglich. Wichtig war aus unserer Sicht, dass wir uns über vier Wochen hinweg voll auf diese Partie konzentriert haben. Die Mannschaft hat im entscheidenden Moment trotz aller Emotionen die Ruhe bewahrt. Das hat mich sehr gefreut.

Was hat letztlich den Ausschlag für den Sieg gegeben?
Mehlmann: Insgesamt stelle ich fest, dass sich meine Mannschaft im Verlauf der Saison immer weiter verbessert hat. Wir haben an vielen kleinen Schwächen im Training gearbeitet und die Fehlerquote immer weiter reduziert. Im Spiel gegen Grün-Weiß hatten wir dann auch eine gute Trefferquote. So haben viele Kleinigkeiten zum Erfolg geführt. Wichtig war natürlich auch, dass wir den beiden stärksten Akteuren des KC, Linda Schiller und Marcel Balzuweit, durch konsequente Deckungsarbeit das Leben schwer gemacht haben.

Mehlmann vor dem Play-Off-Hinspiel: "Selm wäre mir lieber"

Am 22. März treffen Sie im Play-Off-Hinspiel auf den Tabellenersten. Wünschen Sie sich lieber Adler Rauxel oder den Selmer KV als Gegner?
Mehlmann: Wenn ich es mir aussuchen könnte, wäre mir Selm als Gegner lieber. Der Blick auf die Tabelle zeigt aber, dass dies eher unrealistisch ist. Selm müsste das letzte Spiel gegen Schildgen mit zwölf Körben Unterschied gewinnen, um noch an Rauxel vorbeizuziehen. Wir gehen daher fest davon aus, dass Adler unser Gegner im Play-Off sein wird.

Welche Chancen rechnen Sie sich in den Entscheidungsspielen aus?
Mehlmann: In dieser Konstellation, in der in Hin- und Rückspiel eine Entscheidung herbeigeführt werden muss, ist eigentlich alles möglich. Auch gegen einen Gegner wie Adler Rauxel sind wir nicht chancenlos. Ich glaube an meine Mannschaft.

Wie sieht die Zielsetzung des HKC Albatros über die Saison hinaus aus?
Mehlmann: Wir möchten uns dauerhaft als zweite Kraft im Castrop-Rauxeler Korfball etablieren. Es tut sich bereits einiges im Verein, der Vorstand ist sehr aktiv. Auch die Zusammenarbeit der Trainer untereinander wird besser koordiniert.

Wollen Sie die erste Mannschaft zur neuen Saison auch personell verstärken?
Mehlmann: Wir haben bereits einige jüngere Neuzugänge im Verein, bei denen man die Entwicklung noch abwarten muss. Natürlich würde ich mich über Verstärkungen zur neuen Spielzeit freuen. Meine Idealvorstellung wären vier Neuzugänge. Wenn uns ein entsprechender Coup gelänge, könnten wir mit diesem Team dann sogar um die Tabellenspitze mitspielen.

Wie fällt Ihre persönliche Bilanz Ihrer ersten Saison als HKC-Trainer aus?
Mehlmann: Ich kann mit dem Erreichten durchaus zufrieden sein. Am Anfang war ich selbst etwas skeptisch, weil die Mannschaft ja fast komplett neu zusammengestellt werden musste. Die Zusammenarbeit hat dann aber sehr gut funktioniert. Die Spielerinnen und Spieler sind zu einer Einheit zusammengewachsen.

Wie sieht Ihre Zukunft als Trainer in Henrichenburg aus?
Mehlmann: Zunächst hatten wir die Zusammenarbeit auf ein Jahr verabredet, aber jetzt mache ich natürlich weiter. Von Beginn an habe ich bekräftigt, dass ich auf jeden Fall dabei bleibe, wenn ich hier an einer positiven Entwicklung mitwirken kann. Und danach sieht es jetzt ja aus. Ich fühle mich beim HKC sehr wohl.