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Halbe Regionalliga vor der Saison 2010/2011 ohne Trainer

CASTROP-RAUXEL Was hat der deutsche Korfball in den letzten Jahren nicht alles an Anstrengungen unternommen. Aus der Verbandsliga wurde die Regionalliga, die Reservemannschaften wurden aus dem Oberhaus der Korbjäger verbannt, es wurde der Meister gesucht im Play-Off mit Hopp oder Top. Alles mit dem einen Ziel: das spielerische Niveau weiter zu verbessern. Und jetzt: Zum Ende der Saison 2009/10 steht die halbe Liga ohne Trainer da.

Beim HKC Albatros hört Carsten Konieczny auf. Zudem verlassen Thomas Kupka beim TuS Schildgen und Henning Eberhardt bei der SG Pegasus die Trainerbank.

Zwei Gründe führt Kupka zu seinem Rücktritt an: „Zum einen bin seit zehn Jahren hier Trainer; zum anderen habe ich bei der Nationalmannschaft die Aufgabe des Co-Trainers übernommen und will mich darauf konzentrieren.“ Der frühere Rekord-Nationalspieler vom KV Adler Rauxel spricht von einer „Auszeit beim TuS Schildgen“, zumindest bis zur Weltmeisterschaft 2011, eine spätere Rückkehr offenbar nicht ausgeschlossen.

Eberhardt macht Platz für „höhere Ziele des Vereins“

Eberhardt sieht nach vier erfolgreichen Jahren bei der SG Pegasus den Zeitpunkt gekommen, Platz zu machen für „höhere Ziele des Vereins“. Dazu sei die Motivation durch einen neuen Übungsleiter wichtig, erklärte der Diplom-Sportlehrer. Und auch er hat internationale Aufgaben im Auge; er sieht mit der U21-Nationalmannschaft der EM 2011 entgegen: „Dafür will ich Spieler objektiv beobachten können.“ Also ohne Bindung an einen Vereinsjob.

Beim Meister KV Adler Rauxel sitzt derweil Stefan Strunk nach zwei Titeln in seinen beiden ersten Trainerjahren mehr als fest im Sattel. Beim Überraschungszweiten Schweriner KC hat der Niederländer Martin Kamphuis bis 2011 verlängert. Und Rüdiger Dülfer wird beim Selmer KV wohl auch in der nächsten Saison den Spielertrainer geben.

Patrick Pellny kann aus niederländischem Erfahrungsschatz schöpfen

Den KC Grün-Weiß führte unterdessen Patrick Pellny nach nur einem Jahr wieder zurück in die Regionalliga, die bekanntlich künftig mit acht Teams spielen soll. Pellny kann inzwischen aus dem niederländischen Erfahrungsschatz schöpfen: Er hat bei Manfred Hofstedde (KV Amicitia Vriezenveen) hospitiert, dem holländischen Meistertrainer mit dem Europa Cup-Gewinner DOS 46.

von Carsten Loos