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GW kann Sekt kalt stellen

Die Korfballer des Verbandsliga-Spitzenreiters KC Grün-Weiß 1 können den Meister-Sekt bereits zwei Spiele vor dem Saison-Ende kalt stellen. Das "Gipfeltreffen" mit dem Titelverteidiger KV Adler Rauxel (2.) gewannen die "Grün-Weißen" mit 14:12 (7:8) und verbuchen jetzt vier Punkte Vorsprung. Zwar noch nicht meisterlich, dafür aber ausgelassen, bejubelten GW-Coach Thorsten Cramer und seine Schützlinge ihren Sieg. Unterdessen saß Rauxel-Coach Dieter Fernow noch Minuten nach dem Abpfiff konsterniert auf der Trainerbank.

Der Übungsleiter hatte eine "bombastische erste Halbzeit von beiden Mannschaften" gesehen. Sein Team erwischte mit einer 2:0-Führung den besseren Start ins Spiel. Fernow: "Wir haben aber versäumt, die Führung weiter auszubauen." Schnell glich Grün-Weiß zum 2:2 aus und ließ die "Adler" bis zum 7:7 von Rabea Cramer nicht davonziehen.

Kurz vor der Pause konnte Rauxels Benjamin Grabosch einen 2,50-Meter-Strafwurf nicht verwandeln. Wenig später sprang Kathrin Herrmann für ihn "in die Bresche" und sorgte per Weitwurf für die 8:7-Pausenführung.

13 Minuten ohne Korb

Zu Beginn der zweiten Halbzeit glichen Rabea Cramer, Marcel Balzuweit sowie der beste GW-Werfer, Sebastian Jäger (5 Körbe), mit ihren Treffern zum 10:10 aus. In den folgenden 13 Minuten sahen die Zuschauer in der Sporthalle der Willy-Brandt-Gesamtschule keinen Korb-Erfolg – hüben wie drüben. Der eingewechselte Rauxeler Goalgetter Jörg Mehlmann schoss bei rund ein Dutzend Weitwürfen stets über das Ziel hinaus. Auf der Gegenseite verloren die "Grün-Weißen" bei ihren Versuchen, sich im Spielaufbau der Reuse zu nähern, oftmals den Ball.

Jäger beendete die korblose Zeit mit einem fast sensationellen Wurf zum 11:10 für seine "grün-weißen" Farben. Von der Seitenauslinie – quasi mit einer Hand an der Wand – versenkte er den Ball im Plastikkorb. Ebenfalls aus der Distanz glich Yvonne Wischniewski zum 11:11 aus, schied danach aber verletzt aus.

Routiniers "stachen"

In den letzten fünf Minuten konnte sich GW-Coach Thorsten Cramer auf seine Routiniers verlassen: Schwester Rabea Cramer sowie Melanie Sponholz warfen ein 13:11 heraus. Mit seinem 14:12 löste Sebastian Jäger unbändigen Jubel unter den GW-Anhängern aus.

Grün-Weiß 1 hat ein vermeintlich leichteres Restprogramm als Verfolger Rauxel. Das Team von Trainer Thorsten Cramer trifft am 5. März auf den TuS Schildgen (5.) und gastiert am 19. März beim Vorjahres-Aufsteiger TuS Wesseling (6.). Die "Adler" treffen in beiden letzten Saisonspielen auf den HKC Albatros (4.) am 5. März und der Selmer KV (3.) am 25. März. Gegen beide Clubs kam Adler in der Hinrunde nicht über Unentschieden hinaus.

19. Februar 2006 | Quelle: Ruhr Nachrichten