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Gar nicht so schlecht für ein Intermezzo

Zum Einzug ins Halbfinale beim Youth World Cup fehlt im jedem Spiel nur ein Treffer
KORFBALL U23-JUNIOREN Das internationale Korfballturnier um den "Youth World Cup" bleibt für Deutschlands U23-Junioren ein "Intermezzo". Als solches hatte Harold Kuklinski die Reise ins niederländische Apeldoorn eingestuft, als Zwischenstation zwischen EM 2006 und WM 2008.

Der Trainer der heimischen Auswahl lag damit richtig. Deutschland spielt heute mit den ebenfalls in der Vorrunde abgeblitzten Teams aus Ungarn und England in einer Dreier-Runde um die Plätze fünf bis sieben.

Im letzten Jahr noch hatten Deutschlands U23-Junioren mit einem viel beachteten 8:6-Erfolg über Belgien den dritten Platz beim "YWC" erreicht. Diese Schmach hatten die Junioren aus dem Land des Vize-Weltmeisters noch nicht vergessen, und so drückten sie im ersten Vorrundenspiel gleich auf die Tube. Schon mit 4:8 lag die Kuklinski-Equipe hinten, es drohte größeres Unheil. Doch nichts da: Deutschland kam zurück, vor allem Dank der beiden vierfachen Korbschützen Hendrik Menker (Selm) und Martin Schwarze (Adler Rauxel). Kurz vor Schluss lagen sie nur noch zwei Treffer hinten, aber zu mehr als dem 13:14-Anschlusstreffer reichte es letztlich doch nicht.

Ähnlich eng lief auch die zweite Partie gegen die Distrikt-Auswahl Niederlande-Oost. Hier war die Partie jedoch stets ausgeglichen, und erst kurz vor Schluss setzten die Gastgeber auf 10:8 ab. Sven Müller lochte zum 9:10-Endstand ein. Ärgerlich, da war mehr drin.

Noch mehr war im dritten Gruppenspiel gegen Ungarn drin. Und trotz der argen Personalprobleme hatte man auch mehr erwartet. Aber ein 6:3 und ein 7:4 reichte nicht, am Ende musste sich die glücklose Kuklinski-Truppe mit einem 10:10-Remis begnügen. Die Magyaren brachten beim 9:10 in den letzten Minuten mit zwei Einwechslungen nochmal frischen Wind und schafften per Strafwurf noch den Ausgleich.

Letztlich fehlte dem U23-Team in jeder Partie nur ein Treffer zum Einzug ins Halbfinale. Gar nicht so schlecht für ein Team, das aus der Not eine Tugend machen musste.
 

02.02.2007   Von Ralf Schacht