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Flügel stutzen war nicht

Castrop-Rauxel. Auch der Schweriner KC konnte dem Regionalliga-Primus KV Adler Rauxel nicht die Flügel stutzen. Der Titelverteidiger holte seinen fünften Sieg in Folge. – Derweil bahnt sich in der Frage des neuen Nationaltrainers eine „kleinere Lösung“ an.

KV Adler Rauxel – Schweriner KC 14:9 (6:5). 

Adler: Patrick Fernow (3), Benjamin Grabosch, Katharina Holtkotte (3), Yvonne Wischniewski (1), Henning Schmidt (6), Martin Schwarze (1), Kathrin Hermann, Antje Menzel.

SKC: Lukas Edeler (1) Benedikt Edeler, Karen Fuchs (2), Susanne Alberts, Julian Schittkowski (3), Lennart Schwirtz (3), Verena Zappe, Anna Schulte.

Kann man zufrieden sein, wenn man ein Spiel verloren hat? Wohl schon. Jedenfalls nicht enttäuscht war Lennart Schwirtz nach der 9:14-Niederlage des Schweriner KC gegen den Regionalliga-Primus KV Adler Rauxel. „Nur 14 Gegentreffer gegen ein Team, das im Schnitt wesentlich öfter trifft, das kann sich schon sehen lassen”, sagte der SKC-Kapitän, der selbst drei Körbe auf sein Konto buchte.

Dass der Aufsteiger vom Schweriner Berg den favorisierten Adleranern nicht die Flügel stutzen konnte, das lag an der Trefferquote. Nochmal Schwirtz: „Wir lassen relativ wenige Gegentreffer zu, aber die eigene Korbzahl könnte durchaus besser sein”.

Trefferquote macht den Unterschied

Den Unterschied demostrierte der KV Adler Rauxel in der zweiten Halbzeit. „Da wurde die etwas bessere Qualität im Angriffsspiel deutlich”, sagte Stefan Strunk. Der Trainer des Tabellenführers, der seinen fünften Sieg in Folge landete, räumte aber auch ein, dass die Schweriner seinem Teams in der ersten Halbzeit „das Leben recht schwer gemacht haben”.

Der SKC ging hohes Tempo, um so lange das so war, hatten die Adleraner zu knacken. Erst kurz vor der Pause gelang dem Titelverteidiger die erstmalige Führung (6:5). Strunk: „Bis dahin fehlte hier und da der letzte Tick.” Es sei halt nicht so einfach, die Konzentration ständig hoch zu halten, führte Rauxels Trainer an. Immerhin habe Adler acht Spiele in acht Wochen zu bestreiten. Der nächste Gegner Selmer KV beispielsweise bestritt sein letztes Spiel am 31. Oktober beim 10:16 im Hinspiel gegen Adler Rauxel.

Der Schweriner KC (5.) bekommt es derweil am nächsten Sonntag (29.) mit dem Tabellenletzten HKC Albatros zu tun. „Ein Spiel, das gewonnen werden muss”, sagt Lennart Schwirtz. Doch sie können ohne Druck spielen, denn Absteiger wird es nach dieser Saison ja nicht geben: Die Regionalliga wird von sechs auf acht Teams aufgestockt.

Nationalteam: „Kleine Trainer-Lösung“ bahnt sich an

Bei der Suche nach einem Trainer für Deutschlands Senioren-Nationalteam zeichnet sich eine „kleinere Lösung” ab. Spitzenkandidat ist nunmehr der Niederländer Jan Hof. Das bestätigte Landesfachwart Detlef Dülfer. Der frühere Nationalcoach und erfolgreiche Vereinstrainer des Nachbarlandes soll jeweils vor den großen Turnieren (also Europa- und Weltmeisterschaft) Trainingseinheiten absolvieren und dabei von Thomas Kupka unterstützt werden. Der Ex-Adleraner und derzeitige Trainer des Regionalligisten TuS Schildgen könnte als Assistent und Koordinator fungieren.

Diese Konstellation scheint nunmehr favorisiert zu werden und soll demnächst mit den größeren Korfball-Klubs erörtert werden. „Zu klären sind noch finanzielle und organisatorische Dinge”, erklärt Detlef Dülfer. „Vollzug“ kann also noch nicht vermeldet werden. Das nächste große Turnier, die Europameisterschaft, steht im Oktober 2010 auf dem Programm.

von Ralf Schacht