Willkommen
beim KC Grün-Weiss

Ein versöhnliches Ende

Eine etwas ungewöhnliche Saison mit einem schönen Ausgang liegt hinter dem KV Adler Rauxel. Nachdem es zwischenzeitlich gar nicht so gut ausgesehen hatte um die Verteidigung von DTB-Pokal und Regionalliga-Meisterschaft, machte die Mannschaft das neuerliche Double mit dem entscheidenden Sieg über Grün-Weiß jetzt in der Meisterschaft komplett.

„Wir haben keine wirklich gute Saison gespielt“, sagt Adlers Spielertrainer Stefan Strunk. Vor allem eins stieß immer wieder übel auf. „Oft hatten wir nur eine gute Halbzeit.“ Zunächst hatte das noch keine schlimmen Folgen. Sechs Spiele in Folge endeten siegreich, darunter auch das erste Duelle mit dem Rivalen Pegasus Rommerscheid. Aber im Rückspiel im Februar verloren die Rauxeler mit 16:21. Und: „Das haben wir zu Recht verloren“, sagt Strunk.

Von da an ging es leicht bergauf. „Wir haben daran gearbeitet, endlich mal 60 Minuten gut zu spielen, und in den drei, vier Spielen zum Schluss hat das ganz gut geklappt.“ Reichlich spät kamen die Adleraner also in Form, aber das sicherte am Ende beide Titel. Denn Rommerscheid, das bei eigenen Siegen auf ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft hätte hoffen können, patzte. Erst im DTB-Pokal-Halbfinale, das Albatros mit 17:13 gewann. Das Finale entschied Adler knapp mit 19:17 für sich. Den zweiten Aussetzer leistete sich Pegasus gegen den KC Grün-Weiß, der beim 20:19 seinen dritten Saisonsieg feierte.

„Wir sind es durch unsere internationalen Spiele gewohnt, mit Druck umzugehen“, sagt Stefan Strunk. „Vielleicht war das das Problem für die junge Pegasus-Mannschaft.“ Adler bestätigte seine gute Form im Endspurt am Sonntag beim klaren 29:15 über Grün-Weiß und sicherte sich damit den Titel.

„Unser Ziel war ja eigentlich, ohne Verlustpunkt zu bleiben“, sagt Stefan Strunk zurückblickend. „Das hat wieder nicht geklappt, also bleibt es unser Ziel.“ Das Verpassen dieses Ziels ärgert ihn jedoch wohl nur kaum. Denn er gibt auch zu, dass es in diesem Jahr eine intensivere Art von Freude nach den Titeln war als sonst – weil der Erfolg vorher in Frage stand.

von Sebastian Schneider