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Edgar Hensel – Ein Schütze ist Korfball-Chef

CASTROP-RAUXEL Seit dem 9. März hat der KC Grün-Weiß einen neuen 1. Vorsitzenden. Edgar Hensel hat das Amt von Thorsten Cramer übernommen. Der 50-Jährige ist seit rund zehn Jahren in dem Korfballverein aktiv, hat aber nie selbst als Spieler auf dem Parkett gestanden. 

Tochter Svenja, heute 13 Jahre alt, war der Auslöser für Edgar Hensels Engagement im Korfballsport. Ende der 90er Jahre begann sie in der Kinderturngruppe des KC Grün-Weiß, musste allerdings wenig später zum HKC Albatros wechseln, weil die "Grün-Weißen" damals keine entsprechenden Juniorenmannschaften im Spielbetrieb hatten. Vater Edgar blieb dennoch im Verein und baute seine Aktivitäten kontinuierlich aus.

Seit mehr als fünf Jahren betreut er die E-Jugend des KC Grün-Weiß, mittlerweile ist er auch auf WTB-Verbandsebene als Trainer der deutschen U14 und U16 tätig. Auch an der Organisation des Korfball Youth ICT, das 2007 erstmals in Castrop-Rauxel stattfand, ist er maßgeblich beteiligt. Nach dem berufsbedingten Rückzug von Thorsten Cramer bekleidet Hensel nun auch erstmals einen Funktionärsposten beim KC Grün-Weiß."Ich bin vor eineinhalb Jahren im Beruf in den Vorruhestand gegangen und wollte mich jetzt stärker in die Vereinsarbeit einbringen", beschreibt Hensel seine Motivation.

Nie selbst aktiver Korfballer gewesen

Selbst hat der gebürtige Schweriner, der heute mit Ehefrau und Tochter in Ickern lebt, nie Korfball im Ligabetrieb gespielt. "Ich trainiere aber zwei Mal wöchentlich beim KC Grün-Weiß mit", berichtet Hensel. Damit ist das sportliche Engagement des 50-Jährigen aber noch längst nicht ausgeschöpft. Als Sportschütze geht er für die Dilldorfer WSG in Essen an den Start und tritt unter anderem regelmäßig bei den Deutschen Meisterschaften an.

Auch Erfahrungen als Fußballer kann der Korfball-Funktionär vorweisen, allerdings zog er sich dort bereits im jugendlichen Alter zurück, weil damals die Ausbildung als Schlosser im Bergbau auf der Zeche Erin Vorrang hatte. Beruflich war Hensel später als Reviersteiger in Hamm und Marl tätig, ehe er im Alter von 49 Jahren in den Vorrruhestand eintreten musste.

Das frühzeitige Ende des Berufslebens gibt Hensel nun die Möglichkeit, seine Korfball-Leidenschaft auszuleben. Gemeinsam mit der Tochter, die nach wie vor beim HKC Albatros spielt, besucht er häufiger Spiele im Mutterland dieses Sports, den Niederlanden, und pflegt freundschaftliche Beziehungen zum KV Amicitia.

Senioren-Dreikampf in Enschede steht bevor

Die Partnerschaft mit einem weiteren niederländischen Korfballclub, dem KV Rigtersbleek, steht auch bei der Vorstandsarbeit für den KC Grün-Weiß ganz oben auf der Tagesordnung. Ab April sind regelmäßige gemeinsame Aktivitäten der beiden Vereine geplant, darunter ein Dreikampf der Senioren-Teams in Enschede.

Für das Amt des 1. Vorsitzenden ist Hensel von den Grün-Weiß-Mitgliedern zunächst für ein Jahr gewählt worden. In diesen zwölf Monaten will er zuletzt begonnene Initiativen weiter fortsetzen, darunter auch die stärkere Integration der Eltern in die Vereinsarbeit. Auch bei der ersten Seniorenmannschaft besteht Handlungsbedarf, nachdem Harold Kuklinski sein Engagement zum Saisonabschluss beendet hat.

Trainerfrage klären

"Die Trainerfrage muss bald gelöst werden", kündigt Edgar Hensel an. Ob er sich dabei die Verpflichtung eines niederländischen Coaches vorstellen könnte, lässt er offen. "Das ist immer auch eine Kostenfrage", gibt der neue Grün-Weiß-Chef zu bedenken. "Wir werden mit Sicherheit nichts übers Knie brechen."
 
Quelle: Ruhrnachrichten Von Jörg Laumann am 14. März 2008 10:40 Uhr