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beim KC Grün-Weiss

Der Mix aus Ruhe und der Düse

GW Castrop I startet heute zum Turnier nach Antwerpen. Spiel um Platz drei ist das realistische Ziel KORFBALL EUROCUP-ENDRUNDE Auf dem Platz, da ist´s ja immer wichtig. Nur: Vorab gibt´s ja manchmal auch ein paar Dinge, die später beim Bedeutsamen nützlich sein können. Zum Beispiel genaue Kenntnisse über gegnerische Formationen. Ob also Thorsten Cramer, Trainer der Korfballer von GW Castrop I, die anderen Mannschaften der Eurocup-Endrunde 2007 in allen Details kennt? Er sagt ebenso kurz wie offenherzig: „Nö.“ Seiner Premiere als Coach bei einem Eurocup-Turnier sieht er merklich gelassen entgegen. Cramer: „Meine Arbeit als Trainer habe ich ja gemacht, habe meine Spielerinnen und Spieler auf dieses Turnier vorbereitet. Und in Antwerpen ist jetzt die Mannschaft gefragt.“ Außerdem: Als Spieler hat Thorsten Cramer 18 Jahre lang internationale Erfahrung gesammelt. Sein Nervenkostüm wird in Antwerpen kaum so gerupft werden wie manches seiner Schützlinge. Aber diese Mischung ist Sportart-übergreifend bekannt: „Man hat eben die, die ruhende Pole sind, und auf der anderen Seite die, denen vor einem Spiel die Düse geht“, erklärt der GW-Coach. Sein Team, hat er gemerkt, sei „gespannt und nervös“. Das erste Verbandsliga-Meisterschaftsspiel in diesem Jahr gegen Wesseling, 15:13 haben die Grün-Weißen gewonnen, war in den Worten des Trainers ein „hartes Stück Arbeit“. Der richtige Test vor dem Eurocup-Turnier: „Wir hatten gegen Wesseling Phasen, in denen es sehr knapp zuging, Phasen, in denen wir zurücklagen. Das wird in Antwerpen häufiger vorkommen.“ Völlig unbekannte Größen treffen ab dem morgigen Donnerstag nun auch nicht aufeinander. Viele Spieler kennen sich schon untereinander von verschiedenen Gelegenheiten bei Auftritten ihrer Auswahlmannschaften. Die Castroper begegnen in ihrer Vorrundengruppe dem belgischen Gastgeber Riviera KC Deume, den Briten vom Mitcham KC London und den Ungarn von Szentendre KC. Für die Castroper dürfte realistisch sein, mit zwei Siegen über Mitcham und Szentendre den Gruppenplatz zwei, und damit die Teilnahme am Spiel um Platz drei, zu schaffen. Die Gastgeber vom Riviera KC werden ihren Heimvorteil nutzen wollen, um international mal wieder ganz nach vorne zu kommen. Denn ihre Korfball-Nation strampelt sich nun schon seit Jahren ab, mit dem Korfball-Land Nummer eins, den Niederlanden, einigermaßen auf Augenhöhe zu kombinieren und zu korben. „Im Moment scheint es aber eher so, dass sich die belgischen und die deutschen Korf-baller sportlich näher kommen, statt dass die Belgier mit den Holländern gleichziehen“, sagt Thorsten Cramer. GW Castrop I hat es von Donnerstag bis Samstag in der Hand, was für den internationalen Ruf des deutschen Korf-ballsports zu tun. Im Vorjahr war der KV Adler Rauxel der deutsche Vertreter, wurde beim Turnier in der Slowakei Vierter. Die GW-Korfballer werden von etwa 20 Fans begleitet. Sowohl die Anhänger als auch die Spielerinnen und Spieler reisen allesamt, aus Kostengründen, mit eigenen Pkw an. Mannschaft und Fans sind dabei auf Augenhöhe. 09.01.2007 Von Stephan Falk