Willkommen
beim KC Grün-Weiss

Der Mann mit dem goldenen Schuh – Klaus Langhorst

CASTROP-RAUXEL Klaus Langhorst hat nach 38 Jahren seine Laufbahn als Korfballspieler beim KC Grün-Weiß beendet. Daher bekam der 49-Jährige ein Abschiedsspiel und einen goldenen Schuh als Andenken.

Sohn Tim und die Vereinsführung hatten ein ganz besonderes Abschiedsspiel organisiert – zur großen Überraschung des Routiniers, der dem Verein als Funktionär erhalten bleibt.

„Meine Frau hat mich unter einem Vorwand von der heimischen Couch weggelockt“, schmunzelt Langhorst. In der Sporthalle der Fridtjof-Nansen-Realschule wartete ein Team mit ehemaligen Weggefährten, die zum Teil von weit her angereist waren.

„Emotionalster Moment meiner Laufbahn“>

„Das war eine sehr große Überraschung und wohl der emotionalste Moment meiner gesamten Laufbahn als Spieler“, kommentiert Langhorst, der mit seinen Überraschungsgästen eine Partie gegen eine Auswahl aus den aktuellen Seniorenmannschaften des KC Grün-Weiß absolvierte.

Anschließend überreichte ihm Edgar Hensel einen goldenen Schuh mit den Unterschriften aller Beteiligten. „Klaus ist jemand, der immer mit Herzblut bei der Sache ist“, lobt der KC-Vorsitzende. „Er war bis zuletzt in puncto Einsatz ein großes Vorbild für die jüngeren Spieler.“

Vom Fußball zum Korfball gekommen

Die Korfballer-Laufbahn des Ickerners, der zunächst in Merklinde aufwuchs, begann mit elf Jahren beim KC Grün-Weiß. Zuvor hatte Langhorst einen kurzen Anlauf als Fußball-Torwart bei der Arminia genommen. „Dabei habe ich mir den Arm gebrochen, woraufhin meine Eltern nicht mehr wollten, dass ich Fußball spiele.“

Stattdessen widmete sich Langhorst fortan intensiv dem Korfball und schaffte auch den Sprung in die Junioren-Nationalmannschaft. Als Erwachsener musste er es allerdings sportlich ruhiger angehen lassen, da die beruflichen Verpflichtungen viel Zeit in Anspruch nahmen.

Der gelernte Kfz-Mechaniker arbeitete zunächst im Bergbau, heute ist er als Hausmeister bei der Knappschaft in Bochum tätig.

Tochter und Sohn für Sporart begeistert

Trotz des engen Zeitrahmens, der ihm dafür blieb, hat sich Langhorst in den vergangenen Jahren nie vom aktiven Korfball beim KC gelöst. Viele Jahre lang war er Stammspieler der zweiten Mannschaft, zuletzt half er dort immer noch gelegentlich aus und lief regelmäßig für das dritte Team auf.

„Irgendwann muss aber auch einmal Schluss sein“, begründet der 49-Jährige seine jetzige Entscheidung zum Rückzug. „Mittlerweile gibt es einfach viele junge Leute, die schneller sind und höher springen als ich.“

Ohnehin hat er dafür gesorgt, dass der Name Langhorst auch weiterhin auf dem Korfball-Parkett präsent ist. Tochter und Sohn begeisterte der Familienvater frühzeitig für seine Sportart: Tim (23), der zuletzt für die erste Mannschaft des KC Grün-Weiß auflief, nimmt derzeit eine Auszeit als Spieler, fungiert aber weiterhin als Juniorentrainer und Pressewart. Lisa (18) ist als Spielerin der zweiten Mannschaft aktiv.

Zukunft in der Freizeitmannschaft?

Klaus Langhorst selbst bleibt dem KC Grün-Weiß auch weiterhin als Vorsitzender des Jugendvorstands erhalten – ein Posten, den er bereits über insgesamt 14 Jahre bekleidet.

Und gänzlich abgehakt habe er das Dasein als Spieler auch noch nicht, deutet das grün-weiße „Urgestein“ an: „Es ist durchaus möglich, dass ich in zwei oder drei Jahren wieder die Turnschuhe anziehe und dann für die Freizeitmannschaft spiele.“

von Jörg Laumann