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beim KC Grün-Weiss

Auftakt nach Maß für den Titelverteidiger

Der KV Adler Rauxel steht auch nach dem Debüt der Regionalliga als neues Oberhaus des deutschen Korfballsports dort, wo sie die letzte Saison in der alten Verbandsliga beendet haben: auf dem ersten Platz. Bemerkenswert dabei: Die beiden anderen Clubs aus Castrop-Rauxel mussten sich in neuer Umgebung geschlagen geben.

Wesseling – Adler Rauxel –  6:18 (5:10) –
– Die Befürchtungen von Adler-Trainer Dieter Fernow erwiesen sich bei dem Gastspiel der Europastädter im Rheinland als unbegründet. Wesseling habe gegen den Vorjahres-Meister nicht mit einer Hinterverteidigung sein Glück in "destruktivem Korfball" gesucht, wie Fernow berichtete: "Zumindest nicht so extrem wie erwartet." Was auch Mitspieler Stefan Strunk erfreute: "Ohne Hinterverteidigung macht das Spiel einfach mehr Spaß."

Nur bis zum 3:3 (8.) konnte der Überraschungs-Fünfte aus der letzten Verbandsliga-Saison mithalten. "Die hatten eine fast 100-prozentige Trefferquote", sagte Strunk. Dann zogen die "Adleraner" auf und davon. Strunk: "Wir haben das dann locker runtergespielt." Coach Fernow schränkte etwas ein: "Wir haben nicht erwartet, dass der Sieg so deutlich ausfällt." Anke Sternemann und Kirsten Grabosch warfen bei ihrem ersten Spiel nach langer Verletzungspause jeweils einen Korb.
Fernow will in Wesseling nicht den ersten Anwärter auf den Abstieg gesehen haben. Die Rheinländer würden durch die Auftakt-Niederlage sicherlich noch motivierter auftreten als bisher, mutmaßte er: "Wesseling wird sicher noch zu Hause und auch in Westfalen punkten."

Schildgen – Grün-Weiß – 15:11 (9:5) –
– Pressewart Andreas Kraft brachte die schlechten personellen Voraussetzung, mit denen der KC Grün-Weiß in sein erstes Regionalspiel gehen musste, hernach so auf den Punkt: "Das war eher die dritte Mannschaft als die erste." Zumindest bei den Männern, bei denen Coach Thorsten Cramer lediglich den Routinier Carsten Konieczny aus seiner Stammformation einsetzen konnte.

Dennoch überraschte der frühere Abonnement-Meister aus Castrop-Rauxel, in der letzten Saison nur Dritter, mit einer 3:0-Führung in Schildgen. Dann aber machten die Gastgeber Druck, drehten den Spieß schnell um. GW-Coach Cramer stellte fest: "Wir waren physisch unterlegen." Trotzdem hätte sich seine Rumpfmannschaft gut geschlagen, räumte Cramer ein: "Die Niederlage hätte auch höher ausfallen können."

Selmer KV – Albatros – 12:9 –
– Mit einer Niederlage in Selm endete für den HKC Albatros der erste Spieltag. Dabei hatten die Henrichenburger schnell mit 3:0 geführt. "Wir haben dann aber verpasst durch eine schlechte Korbausbeute verpasst", ärgerte sich Spielertrainer Patrick Pellny, "den Abstand zu halten." So konnte Selm zur Pause ausgleichen – und gleich nach dem Wiederanpfiff vorentscheidend auf 6:4 in Führung gehen. Pellnys Bilanz zum Saisonauftakt: "Spielerisch waren wir noch nicht am Limit."
Drei Treffer erzielte die Ec-Nationalspielerin Gaby Schroll beim Comeback nach ihrer Mutterschaftspause. Rene Melis schied gut zehn Minuten vor dem Spielende mit einer Meniskusverletzung aus.

Das SKV-Team von (Spieler-)Trainer Rüdiger Dülfer hat im Vorfeld übrigens zumindest einen Titel zum Ziel für diese Saison ausgerufen: im KOED-Cup, beim Europe Shield – oder eben in der Regionalliga. – carlo
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02. September 2007 | Quelle: RN-Castrop-Rauxel