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Adler nach Niederlage gelassen – Leistungsdichte hat zugenommen

CASTROP-RAUXEL Auch wenn der Misserfolg des Titelverteidigers KV Adler Rauxel zum Auftakt der Korfball-Regionaliga beim Vorjahres-Zweiten SG Pegasus eher weniger erwartet kam, nahm Spielertrainer Stefan Strunk die Niederlage geradezu gelassen. Die Vertreter der Liga sind dich einig. Die Leistungsdichte habe zugenommen.

„Neuland“ haben die Europastädter mit der Niederlage nicht betreten. Man muss nicht einmal weit in den Annalen des Korfballsports zurückblättern, um einen ähnlichen Misserfolg des Rekordmeisters zum Saisonanfang zu finden: Erst vor drei Jahren musste sich das Team von (Spieler-)Trainer Stefan Strunk im ersten Ligaspiel dem Selmer KV mit 10:16 geschlagen geben.

Termin kam ungelegen

Der Spielplan hatte es zudem diesmal nicht wirklich gut gemeint mit Adler und Pegasus. Das erste Aufeinandertreffen zwischen den beiden besten Clubs der vorigen Saison? In früheren Jahren würzten die „Gipfeltreffen“ der vermeintlich besten Teams der Zunft das Ende von Hin- und Rückrunde.

Und die setzten sich im schier ewigen Zweikampf zwischen den Adlern und dem KC Grün-Weiß nur allzu oft in einem Entscheidungsspiel fort. Weshalb Strunk die jetzige Niederlage im Rheinland geradezu gelassen hinnahm. „Die Saison ist noch lange“, betonte der dreifache Korbschütze für sein Team, „es gibt ja noch genügend Spiele.“ Und auch ein Rückspiel gegen Pegasus am 4. März.

„Jede Mannschaft für eine Überraschung gut“

Zudem sei derzeit „jede Mannschaft für eine Überraschung gut“, betonte Strunk: „Pegasus hat eine sehr gute Partie gezeigt, hat aber im letzten Jahr über die Saison nicht so konstant gespielt.“ Pegasus sei überdies noch nie in der Rolle des Gejagten gewesen.

Strunk sieht derweil sein Team gut aufgestellt: „Wir sind Drucksituationen gewohnt vom Europa Cup.“ Angst müsste seine Equipe nicht haben.

Sieger lässt sich nicht mehr vorhersagen

In jener Saison 2008/09 übrigens, die für die „Adler“ mit der besagten Niederlage gegen Selm begann, holte Rauxel am Ende doch noch den nationalen Titel – mit drei Punkten Vorsprung auf Selm.

Lennart Schwirtz, spielender Pressewart des Schweriner KC, wagte unterdessen nach dem 18:17 seines Teams gegen den KC Grün-Weiß die Prognose: „In keinem Regionalliga-Spiel lässt sich mehr vor Anpfiff der Sieger voraussagen. Mannschaften wie der HKC Albatros oder Grün-Weiß, die in der vergangenen Saison noch zurück lagen, haben aufgeholt.“

Minuten können entscheiden

GW-Trainer Patrick Pellny stieß in das selbe Horn: „Alle Mannschaften liegen jetzt dichter beieinander. Das wird eine abwechslungsreiche und gute Saison, wenn die Teams das Niveau des ersten Spieltages halten können.“

Auch Christina Melis, fünffache Korbschützin des HKC Albatros beim 12:16 beim TuS Schildgen, weiß um die Leistungsdichte im Korfballer-Oberhaus in dieser Saison: „Durch nur zehn schlechte Minuten nach der Pause waren wir raus aus dem Spiel.“

von Carsten Loos und Jens Lukas