Willkommen
beim KC Grün-Weiss

9:10-Pleite: Böses Erwachen zum Auftakt

Die Korfball-Europameisterschaft hat für die deutsche U21-Nationalmannschaft mit einer "riesigen Enttäuschung", so Presse-Betreuer Jochen Schittkowski, begonnen.
In Oeiras (Portugal) erlebte der selbst ernannte Kandidat auf die Bronzemedaille zum Turnierauftakt eine bittere 9:10 (7:5)-Pleite gegen Großbritannien.

Früher Rückstand

Nervosität prägte die Anfangsminuten des deutschen Spiel. Großbritannien ging mit zwei Körben in Führung, die Henning Schmidt (KV Adler Rauxel) aber mit zwei Körben bis zur achten Minute ausglich. Danach fingen sich die Schützlingen von Trainer Harold Kuklinski (KJ Lünen), gingen ihrerseits in Führung und mit einem 7:5-Vorsprung in die Pause.

Mit Zuversicht kamen die Deutschen wieder aufs Feld. Denn im Laufe der ersten 30 Minuten sei das deutsche Team immer sicherer geworden, berichtete Schittkowski. Das Kombinationsspiel und die Korbwürfe hatten sich entwickelt. Schittkowski: "Ein größerer Vorsprung in der zweiten Halbzeit deutete sich an."

Doch er kam anders: Nach dem Seitenwechsel gelangen den Deutschen nur noch magere zwei Treffer. "Viel, viel zu wenig", bemängelte Coach Kuklinkski hernach, "wir waren zwar die bessere Mannschaft, haben uns aber mehr als dumm bei der Ausbeute unserer Chancen angestellt."

In der Tat: Deutschland vergrößerte seinen Vorsprung nach dem Wiederbeginn durch einen weiteren Schmidt-Treffer auf drei Körbe (9:6/34.). Dann aber gelang nichts mehr.

Die Briten kamen näher und näher. Und gingen sechs Minuten vor dem Spielende erstmals und entscheidend in Führung – zum späteren Endstand von 10:9.

"Nicht wundern"

"Wir haben es versäumt, frühzeitig alles klar zu machen", ärgerte sich Kuklinski nach dem Spielende, "wenn sechs, sieben, acht Korbwürfe nicht genutzt werden, darf sich das Team nicht wundern, wenn es am Ende ohne Punkt dasteht."

Im zweiten Vorrundenspiel am Montag, 6. November, muss Deutschland nun die Tschechische Republik schlagen, um überhaupt im Rennen um den dritten Platz zu bleiben. – carlo

05. November 2006 | Quelle: RN-Castrop-Rauxel