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Fernow verspürt einen gewissen Druck

Die Tabelle der Korfball-Verbandsliga lässt tief blicken vor dem ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison der beiden Abonnement-Meister aus dem letzten Vierteljahrhundert. Der Titelverteidiger KV Adler Rauxel hat sich in fünf Spielen schon unerwartete zwei Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter KC Grün-Weiß 1 eingehandelt. "Wir spüren einen gewissen Druck", räumt denn auch Adler-Trainer Dieter Fernow ein. Schon ein weiterer Punktverlust, betont der Übungsleiter, bedeute, dass seine Mannschaft ihren Titel nicht mehr aus eigener Kraft verteidigen könne. Auch ein Unentschieden hülfe nicht weiter, sagt Fernow: "Dann haben wir die gleiche Situation im Rückspiel." Von Druck bei seinen Schützlingen will Fernows Gegenüber, Thorsten Cramer, nicht sprechen. Der (Spieler-)Trainer des KC Grün-Weiß, seit Ende November auch Nationalcoach der deutschen Korbjäger, hat dennoch Anspannung in seinem Team ausgemacht: "Die Spieler wissen ja, was das für ein Spiel ist." Schon in der Vorwoche, beim mageren 14:9-Arbeitssieg gegen den Aufsteiger TuS Wesseling, glaubte der GW-Übungsleiter zu erkennen, dass seine Spieler gedanklich schon beim Adler-Match gewesen sind. Die "Katastrophe" (Cramer) hätten die "Grün-Weißen" jedoch im ersten Training in dieser Woche aufgearbeitet, so Cramer: "Die Spieler waren selbst nicht glücklich darüber." Die Adleraner musste in der Vorwoche sogar pausieren, nachdem der TuS Schildgen seine zweite Mannschaft kurzfristig aus dem Oberhaus des deutschen Korfballs zurück gezogen hatte (Ruhr Nachrichten vom 10. Dezember). "Das hat uns nicht ganz gepasst", ärgert sich Fernow. Einige Dinge musste er so beim Training einüben statt unter Wettkampf-Bedingungen gegen Schildgen 2. Sowohl der Tabellenführer als auch der Titelverteidiger werden wohl in den besten derzeit möglichen Formationen antreten. Bei den "Grün-Weißen" konnten in dieser Woche Sebastian Jäger und Timo Scholz wegen leichter Blessuren an Rücken und Füßen nicht trainieren. Bei den "Adlern" stehen die beiden verletzten Frauen, Katharina Holtkotte und Claudia Wasielak, nicht zur Verfügung. Dennoch ist Fernow zuversichtlich: "Ich erwarte diesmal ein echtes Spitzenspiel." Der bisherige GW-Verfolger HKC Albatros (3./7:3 Punkte) bekommt es zwei Wochen nach seiner ersten Niederlage – eben gegen den "grün-weißen" Tabellenführer (8:12) – mit dem KC Grün-Weiß 2 (0:10) zu tun, nach dem Schildgen-Rückzug nun "unabsteigbarer" Tabellenletzter. Im einzig verbliebenen rheinischen Derby stehen sich derweil der TuS Schildgen 1 (6./2:8) und Wesseling (5./2:8) gegenüber. – carlo 16. Dezember 2005 | Quelle: Ruhr Nachrichten