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Ein hervorragender Job

Verein „Mein Ickern“ hatte Sonntag Glück mit dem Wetter

Ickern

Pünktlich zur Eröffnung am Sonntag um 13 Uhr verzogen sich die Regenwolken über dem Ickerner Marktplatz.Der Vorstand des noch jungen Vereins „Mein Ickern“ versammelte sich auf der Bühne, um den offiziellen Startschuss für die Veranstaltung zu geben. Bürgermeister Johannes Beisenherz betonte erneut, dass der neue Bürgerverein einen hervorragenden Job mache und die Ickerner in Bewegung kämen. Viele Sportarten, darunter Zumba, Korfball, Bahnengolf, Kampfsport oder auch Tanzen präsentierten sich an den zahlreichen Ständen. Die Mitgleider der Tanzsportgemeinschaft Castrop-Rauxel traten in weißen Farben auf, und auch der Stand des Vereins kam edel daher.

Sofort Ja gesagt

Wer sich informieren wollte, konnte dies bei einem Gläschen Champagner tun. „Einen Boom erlebt der Tanzsport durch die verschiedenen Fernsehshows allerdings nicht“, betonte der Vereinsvorsitzende Daniel Kruschinski. „Wir sind auch kein Tanzclub in dem Sinne, dass wir an Turnieren teilnehmen. Bei uns kann man den Sport zwar auch erlernen, Wettkämpfe stehen allerdings außen vor.“ Castrop-Rauxels ältester Sportverein beteiligte sich ebenfalls am ersten „Tag des Sports“. Der Castroper Turnverein 1874 hatte vor seinem Stand einige Turnmatten ausgelegt, um den Besuchern einige Kampfsportarten näher zu bringen. „Wir bieten ja nicht nur Turnsportarten an, sondern auch Gymnastik, Badminton oder Kanu fahren“, erklärt Vereinschef Reinhard Nimz.

„Als man uns fragte, ob wir hier mitmachen wollten, sagen wir sofort Ja. Es ist eine gute Gelegenheit, dass wir uns auch mal im Norden der Stadt präsentieren können.“ so Nimz. Ähnlich sieht das auch der Bahnengolfverein Ickern, der eine Lange grüne Matte mit einem Plastik-Putt auf dem Markt aufbaute. „Wir werden ja von machen belächelt. Aber es gibt auch Meisterschaften in unserem Sport. Und in der Freizeit kann das jeder machen, ohne großen Aufwand“, verdeutlicht Anke Groenewoud vom Vorstand des Bahnengolfvereins.

Viele Kinder reihten sich in die Warteschlange ein, um ihr Glück beim Einputten zu versuchen. „Es liegt viel an der Geschwindigkeit“, so Grounewoud weiter, „wer nur draufhaut, wird keinen Erfolg erzielen.“ Die allermeisten Besucher zogen ein positives Fazit. Soa uch die Bürgermeisterkandidaten Rajko Kravanja (SPD) und Michael Breilmann (CDU). Der CDU-Politiker zeigte wohl leichtes Interesse für Aikido, eine modere japanische Kampfkunst.

Umstrukturierung

Kravanja hingegen betonte, dass er in Sachen Fitness noch nachlegen müsste. Seine Wahlkampagne „Kaffe- und Kuchen bei Castroper Bürgern“ würde ihm gewichtstechnisch doch ziemlich zusezten. Der verkaufsoffene Sonntag lockte zusätzliches Publikum auf die Ickerner Straße. Zwar hatten nicht alle Händler ihre Pforten geöffnet, dennoch war ordenltich Bewegung auf der Einkaufsstraße. Detlef Kipar, Vereinsvorstand bei „Mein Ickern“, zeigte sich trotz vorangegangener Skepsis zum verkaufsoffenen Sonntag zufrieden.

Der Einzelhändler wünscht sich allerdings eine Umstrukturierung im Zusammenspiel mit den Wochenmarkthändlern. „Ein langer Donnerstag bis 22 Uhr in Verbindung mit einem neu organisierten Frischemarkt auf dem Marktplatz wäre die Ideallösung“, so Kipar weiter.

von Klaus Schräder-Grau